Wie betreibt man ein Aggregat? Hier gibt es eine ausführliche Anleitung!
Die Bedienung des Stromaggregats selbst ist nicht schwierig, jedoch verbirgt sich hinter einer einfachen Bedienung eine eigene Logik. Ein klares Verständnis dieser Logik ist für den korrekten Betrieb des Stromaggregats sehr wichtig. Im Folgenden beschreiben wir kurz diese notwendigen Bedienkenntnisse.
Messgeräte und Indikatoren:
Das Caterpillar EMCP 4-Bedienfeld verfügt über eine Reihe digitaler Anzeigen zur Erkennung der Motorbetriebszustände. Durch Drücken der Tastenkombination „Motoranzeigen“ auf dem EMCP 4 werden eine Reihe wichtiger Motorbetriebsparameter angezeigt. Durch Beobachtung der Messgerätewerte über einen bestimmten Zeitraum ist es möglich, den normalen Betriebsbereich eines bestimmten Motors unter verschiedenen Betriebsbedingungen zu bestimmen.
Wenn sich die Anzeigewerte innerhalb kurzer Zeit erheblich ändern, deutet dies auf ein mögliches Problem mit der Anzeige oder dem Motor hin. Plötzliche Änderungen der Messgerätewerte können auf ein Problem hinweisen, selbst wenn die Messwerte im normalen Bereich bleiben.
Öldruckmesser:
Zeigt den Druck im Schmiersystem des Motors an und kann als wichtigster Parameter beim Betrieb des Motors angesehen werden. Bei Nenngeschwindigkeit liegt der Öldruck typischerweise zwischen 275 und 606 kPa.
Wassertemperaturanzeige:
Dies ist die Wasserkühlmitteltemperaturanzeige des Wassermantels. Der typische Temperaturbereich liegt zwischen 87 und 98 Grad. Die Messwerte der Kühlmitteltemperatur variieren je nach Last.
Drehzahlmesser:
Spiegelt die Drehzahl des Motorschwungrads wider.
Batteriesystemspannung:
Zeigt die aktuelle Spannung der Batterie an, wie vom ECM gemessen.
Betriebsstundenzähler:
Zeigt die Gesamtzahl der Stunden an, die der Motor akkumuliert hat. Die Motorbetriebsstunden werden im ECM-Speicher gespeichert.
Motorvorwarnung und Störungsstopp:
Voralarm, der den Bediener im Falle einer Abweichung von den normalen Betriebsbedingungen warnt; die Alarmanzeige beginnt zu blinken. Der Motor läuft auch bei einem Alarm weiter.
Fehlerstopp, dient zum automatischen Stoppen des Motors zu Schutzzwecken im Falle eines anormalen Notbetriebszustands. Wenn der Motor wegen aktivierter Schutzeinrichtung stoppt, muss die Ursache für den Stopp ermittelt werden. Führen Sie vor einem erneuten Startversuch die erforderlichen Reparaturen durch und führen Sie den Reset-Vorgang am Bedienfeld durch.
Motorstart:
Der Motorstart ist in zwei Modi unterteilt: automatisch und manuell. Wenn sich das Bedienfeld im Automatikmodus befindet, kann der Motor durch ein Signal von seinem übergeordneten Steuergerät, beispielsweise dem ATS, gestartet werden. Manueller Start bedeutet, dass der Bediener den Motor direkt über das Bedienfeld mit der Starttaste startet, ähnlich dem One-Touch-Start bei neueren Fahrzeugen.
Aufwärmen des Motors:
Dies bezieht sich darauf, den Motor ohne Last laufen zu lassen und darauf zu warten, dass die Motortemperatur ansteigt. Wenn die Wassertemperatur auf 60 Grad gestiegen ist, ist der Motor bereit, unter Volllast und Nenndrehzahl zu laufen. Wenn der Motor mit einem Warmwasserbereiter ausgestattet ist, trägt dies dazu bei, die Aufwärmzeit zu verkürzen.
Motorabschaltung:
Nothalt
Im Notfall kann der Not-Aus-Knopf (ESPB) gedrückt werden und der Motor stoppt sofort. Die Notstoppmethode wird jedoch nur in Notsituationen verwendet und jede Notstoppaktion wird vom ECM aufgezeichnet.
Manuelles Herunterfahren
Bevor Sie den Motor abstellen, entfernen Sie die Last und drücken Sie die Stopptaste. Der Motor stoppt automatisch nach einer eingestellten Abkühlzeit. Der Zweck der Kühlung besteht darin, die Temperatur des Turboladers und anderer Hochtemperaturbereiche zu senken, um ein Sintern des Öls zu verhindern.
Überspringen eines Kühlstopps
Wenn Sie den Motor nur ohne Last testen, können Sie die Abkühlzeit überspringen und den Motor direkt stoppen, indem Sie die STOP-Taste länger als sechs Sekunden gedrückt halten.
Automatischer Stopp
Wenn der Motor durch ein übergeordnetes Gerät abgeschaltet wird, durchläuft er denselben Abschaltvorgang wie bei einer manuellen Abschaltung, d. h. eine Kühlungsabschaltung und keine sofortige Abschaltung.
